Etappen der Überführung des Lkw von Nairobi nach Harare:
- Camp 15 km vor dem Mikumi-Nationalpark
- Mikumi – Mbeya – Camp im Busch kurz vor der Malawigrenze
- Malawi See – 15 km nach Nkota Kota Camp Sani Beach Resort
- Mwanza/Grenze Mosambik – Transitstraße über Tete zur Simbabwegrenze
- Buschcamp bei Mutoko, 140 km bis Harare
- Mutoko / Harare
Gesamtstrecke einschl. Überführung: 8.870 Km
Harare/Simbabwe
Chiremba Balancing Rocks
Am nächsten Morgen geht es endlich los. Erstes Ziel sind die „Epworth Balancing Rocks“, die 12 Km von Harare entfernt liegen.
Bei diesen interessant aussehenden „balancierenden Felsen“ handelt es sich um riesige Steinblöcke aus Granit, die zu gewaltigen Gebilden geschichtet sind.
Entstanden sind sie durch Wind- und Wassererosion, wobei die harten Teile des Gesteins übrig geblieben sind. Felsgebilde dieser Art sind typisch für das „Hochveld“ Simbabwes, aber man findet sie nicht nur hier, sondern auch im Matopos-Gebirge bei Bulawayo.
Es ist ein schönes Erlebnis, durch die vielseitige Felslandschaft zu streifen und an jedem Standpunkt sieht man neue bizarre Formationen.
Von hier aus geht es weiter in südlicher Richtung zu dem Ort Masvingo, in dessen Nähe die berühmten Ruinen von Simbabwe liegen. Bevor wir den Ort erreichen, beginnt es zu regnen und es zieht langsam immer mehr Nebel auf. Wir hoffen, dass wir bald am Ziel sind und einen geeigneten Platz zum Campen finden. Masvingo, früher Fort Victoria, liegt 1.067m hoch und ist der älteste Ort des Landes. Inmitten der von Granitkuppen unterbrochenen Savannenebene südöstlich des Ortes Masvingo liegt die, abgesehen von den Pyramiden Ägyptens, interessanteste archäologische Stätte Afrikas, die Ruinen von „Great Zimbabwe“. Nahe der Ruinen liegt eine kleine Campsite, wo wir unsere Zelte aufbauen. Zum Glück gibt es auch eine kleine strohbedeckte Hütte, die wir wegen des einsetzenden starken Regens auch dringend nötig haben. Wir hoffen, dass sich Regen und dichter Nebel später verziehen, damit wir wenigstens etwas von der „alten Stadt“ sehen können. Es wird nicht entscheidend besser, so dass wir doch gezwungen sind, uns mit geeigneter Kleidung zu den Ruinen durchzuschlagen. Die Anlage der Ruinenstadt teilt sich in mehrere Komplexe: die am Berg liegende Akropolis, die Talruinen mit dem Karanga-Dorf und der große Ringbau.

Die Ruinen liegen über eine Gesamtfläche von 40 ha verstreut, in einem Gebiet, in dem bis vor Ankunft der weißen Siedler nur grasbedeckte Hütten des Shona-Stammes standen. Bis heute gibt die Ruinenstadt, obwohl ihre Existenz seit dem 16. Jh. bekannt ist, Rätsel über ihren Ursprung auf.


Nach ca. 280 Km auf guter Asphaltstraße erreichen wir den Ort Hwange, in dessen Nähe sich der Eingang des Hwange Parks (früher Wankie), befindet. Der Park ist 14.600 qm groß, was etwa der Größe Schleswig-Holstein entspricht. Nur der kleinere nördliche Teil des Parks ist touristisch erschlossen, der große Rest ist unberührte Wildnis geblieben, ohne Wege und auch bis heute noch von Menschen unberührtes Reich der Tiere.
Er zählt zu den wildreichsten Reservaten der Erde. Er liegt an den Ausläufern der Kalahari und im Westen schließt sich das Gebiet des Okawango Deltas an. Anziehungspunkt ist die enorme Vielfalt an Tier- und Vogelarten. Da die Fahrt mit dem Lkw im Park nicht erlaubt ist, gehen wir mit zwei gemieteten Landrovern auf Pirsch.

Das Camp errichten wir auf der ca. 5 km außerhalb des Parks gelegenen „Sweetshade Campsite“.
Nach den schönen Erlebnissen im Park machen wir uns langsam wieder auf den Weg weiter nach Westen und steuern auf immer noch guter Straße der ca. 200 Km entfernten Stadt Victoriafalls zu.
Victoria Wasserfälle
Dann erreichen wir die Stadt Victoriafalls an den weltberühmten Wasserfällen, wo der Sambesi in eine 2 Km lange und 100 m tiefe Schlucht stürzt. Zunächst suchen wir nach einer geeigneten Campsite, weil wir hier einen Ruhetag einlegen wollen. Wir entscheiden uns für das „Nyati Motel Camp“, das nicht allzu weit von der Stadt entfernt ist.
Neben einer ausgedehnten Wanderung nehmen wir auch die Möglichkeit wahr, sowohl mit einem Kleinflugzeug als auch einem Helikopter das Umfeld zu erkunden und das Naturschauspiel aus der Vogelperspektive zu betrachten. Ich nehme diesmal den Helikopter, da ich hier früher bereits mit Kleinflugzeug und Ultralight unterwegs war.
Der durch die Fälle aufsteigende Wassernebel ist schon von weitem zu sehen und zu hören und wird daher in der Landessprache „Mosi oa Tunia“ (donnernder Nebel) genannt. Die Schlucht bildet gleichzeitig die Grenze zwischen Simbabwe und Sambia. Eine 200 m lange Brücke führt in einer Höhe von 111 m über den Sambesi und stellt so die Eisenbahn- sowie Straßenverbindung zwischen den beiden Ländern her.
Nun wandern wir über einen schmalen, glitschigen Pfad immer entlang des Abbruchs und haben immer wieder eindrucksvolle Ausblicke auf die Wasserlandschaft.
Der Besuch des sambischen Teils der Schlucht ist ebenso überwältigend, weil man auch von hier einen guten Eindruck von den Ausmaßen der Erdspalte bekommt. Von der Campsite aus genießen wir den spektakulären Sonnenuntergang über dem Sambesi.
Von Livingstone aus geht es weiter in nord-östlicher Richtung. Auf zum Glück guter Straße haben wir bis zu unserem heutigen Ziel Lusaka, der Hauptstadt Sambias, etwa 450 Km zurückzulegen. Große Teile der Strecke führen durch dichten Mopane-Wald. Über Choma, und Mazabuka erreichen wir die Stadt Kafue, wo wir den mächtigen Kafue-Fluss überqueren.
Am nächsten Morgen sind wir bald in Lusaka, wo Einkäufe, Stadtbummel und Einkehr für einige Drinks angesagt sind. Uns hält dann nichts weiter in der Stadt und so machen wir uns wieder auf den Weg, diesmal in östlicher Richtung. Über Rufunza und Kachalola kommen wir nach Nyimba. Schon seit längerer Zeit suchen wir einen geeigneten Platz zum Übernachten, was sich aber als sehr schwierig erweist, weil es nirgends möglich ist, die Straße zum campen zu verlassen. Kurz vor dem Ort Petauke taucht plötzlich das „Zulu`s Kraal Camp“ auf, eine ganz neue Campsite, wo wir praktisch die ersten Gäste sind. Nach der heutigen langen Fahrt (370 Km), sind wir gerne bereit, die neuen Duschen hier auszuprobieren.
South Luangwa-Nationalpark
Am nächsten Tag geht es über Petauke und Chipata zum Luangwa Nationalpark. Unmittelbar am Eingang liegt das „Flat Dog Camp“, unweit des Steilufers des Luangwa-Flusses.
Der Luangwa-Nationalpark ist neben dem Kafue-Nationalpark der größte Park Sambias, wobei nur der südliche Teil für Besucher zugänglich ist. Bekannt geworden ist der Park durch die starke Population von Elefanten, die der Flusslandschaft den Namen „Tal der Elefanten“ gegeben hat.

Auf den Pirschfahrten im Park sehen wir viele Tiere und erwartungsgemäß kleinere Gruppen von Elefanten. Am meisten überrascht uns, dass sie am Abend direkt bis zum Camp kommen und sich durch das Lagerfeuer nicht abschrecken lassen. In der Nacht wagen sie sich sogar bis an die Zelte heran. Es muss daran liegen, dass die Region um den Fluss besonders grün ist und so leichter an Nahrung zu kommen ist, als in der ansonsten ziemlich ausgetrockneten Landschaft.
von Malawi. Nach den üblichen Aktivitäten in der Stadt machen wir uns wieder auf den Weg, um möglichst schnell den Malawi-See zu erreichen. Hier können wir in den nächsten Tagen das Baden im See genießen.

Der Malawi-See ist mit einer Länge von ca. 600 Km und einer Breite von 40 Km der drittgrößte See Afrikas. Anrainerstaaten sind neben Malawi auch Tansania und Mosambique, letztere grenzen ausschließlich an das Ostufer. In den nächsten Tagen folgen wir dem Westufer in nördlicher Richtung und campieren an verschiedenen schönen Buchten - Senga-Bay bei Salima, Sani-Bay, Nkota-Bay und Chilumba-Bay.
Überall wo wir am See auftauchen, um zu campen oder nur zum Baden oder Relaxen, sind wir gleich von Kindern umringt, die uns freundlich begrüßen und staunend den Lkw und das Equipment betrachten und meistens geht es ohne die üblichen „Faxen“ nicht ab.
Ein langer Fahrtag über den Highway Mbeya – Daressalam, vorbei an vielen kleinen Dörfern, liegt vor uns, den wir erst in der Stadt Iringa verlassen, um zum Ruaha Nationalpark zu gelangen. Auf einer schlechten Piste muss man die etwa 120 Km bis zum Parkeingang zurücklegen, was in der Vergangenheit dazu geführt hat, das der Park selten besucht wird.
Ruaha Nationalpark
Mit seiner Größe von fast 13.000 qkm ist der Park nach der Serengeti der zweitgrößte Nationalpark Tansanias, zählt man jedoch die angrenzenden Wildreservate Kizigo und Rungwa hinzu, ergibt sich eine zusammenhängende Naturschutzregion von der Größe der Schweiz.
Er wird durchzogen vom „Great Ruaha River“, der in der Regenzeit zu einem reißenden Fluss wird und in der übrigen Zeit mitunter nur ein Rinnsal ist, in dem riesige Geröllfelder zurück bleiben. Der Park ist sehr tierreich und stark frequentiert von Elefanten, die in der Vergangenheit riesige Schäden am Baumbestand des Parks verursacht haben. Bemerkenswert ist gerade hier eine starke Population von Großen Kudus. Die Zelte errichten wir an einem Steilufer des Flusses unter schattigen Bäumen.
Wir verlassen den Park und Überall wo wir am See auftauchen, um zu campen oder nur zum Baden oder Relaxen, sind wir gleich von Kindern umringt, die uns freundlich begrüßen und staunend den Lkw und das Equipment betrachten und meistens geht es ohne die üblichen „Faxen“ nicht ab.kommen über die „Rumpelstrecke“ wieder nach Iringa. Nach den üblichen Einkäufen erreichen wir den Highway und fahren weiter in nordöstlicher Richtung immer entlang des Ruaha Flusses durch ein traumhaftes Tal, das an den Hängen soweit das Auge reicht mit Baobab-Bäumen übersät ist. Ich habe diesem Streckenabschnitt schon seit den früheren Reisen hierdurch den Namen „Baobab-Valley“ gegeben – ein wirklich gigantisches Erlebnis. Am frühen Nachmittag suchen wir einen geeigneten Platz in der Nähe des Flusses und treffen zwischen den Orten Matassi und Mtandika auf einen wunderschönen Platz mitten im Baobabwald.
Hier am Camp haben wir ein besonders großes Exemplar. Wir benötigen 12 Personen, um den Stamm zu umfassen, was einen Umfang von etwa 20 m entspricht. Nachdem wir das Camp aufgebaut haben, machen wir einen kleinen Erkundungsgang durch das Gelände und laufen zum Ufer des Ruaha-Flusses. Als wir zurück ins Camp kommen, haben wir Besuch von ein paar Masaifrauen, die neugierig die Aktivitäten beobachten.
Wir verlassen mit schönen Erinnerungen am nächsten Morgen das Camp am Fluss. Bis zum Ort Mbuyuni folgen wir noch dem Fluss, den wir hier überqueren. Der Highway verlässt nun den Fluss und verläuft weiter in östlicher Richtung. Ab dem Ort Mikumi durchquert die Straße den Mikumi-Nationalpark, wo große Verkehrsschilder darauf hinweisen, dass man wegen Wildwechsels nur sehr langsam fahren darf. In der Vergangenheit ist es sehr oft zu schweren Unfällen auch mit Elefanten und anderem Großwild gekommen. Vorbei an dem Ort Morogoro erreichen wir den Ort Chalinze, wo wir den Highway, der weiter nach Daressalam führt, verlassen und nun in die Hauptstraße einbiegen, die in den Norden Tansanias und nach Kenia führt. Nach einigen Stunden Fahrt erreichen wir die Usambara Berge.
Usambara Berge
Bizarr erscheinen die Berge mit ihren Felsen, vorspringenden Spornen und sehr steilen Hängen, die wir schon seit einiger Zeit rechts neben der Straße verfolgen können. In dem Marktort Mombo liegt der einfachste Zugang ins Innere des Gebirges. Hier machen wir unsere Einkäufe und decken uns auch mit Obst ein, das hier im Übermaß angeboten wird. Über eine enge Serpentinenstraße, die von den deutschen Kolonialisten gebaut wurde, erreichen wir nach 15 km, immer entlang des Soni-Flusses, den Ort Soni, am grandiosen Soni-Wasserfall gelegen.
Am Soni-Hotel schlagen wir auf einer Anhöhe die Zelte auf und haben so einen herrlichen Ausblick auf die Hügellandschaft. Hier in der kühlen Bergluft können wir uns etwas von der Hitze in der Savanne erholen.
Usambara – Moshi – Arusha – Mto Wa Mbu
In Arusha schlagen wir das Camp auf der „Tansanite Campsite“ auf, die wir schon auf der Überführungsfahrt von Nairobi nach Harare genutzt haben. Am nächsten Morgen legen wir ohne weitere Zwischenfälle die Teilstrecke bis zu dem Dorf Mto Wa Mbu zurück. Wie schon früher quartieren wir uns wieder auf der „Twiga Campsite“ außerhalb des Ortes ein. Es ist ein wunderschöner, gepflegter Platz, der irgendwie gar nicht in das staubige Umfeld der Gegend passt.
Manyara See – Ngorongoro Krater - Nairobi
An der Rezeption der Campsite mieten wir zwei Landrover für die heutige Fahrt zum Ngorongoro Krater. Für diese weite Strecke auf schlechter Piste ist der Lkw denkbar ungeeignet, zumal wir mit ihm nicht in den Krater hinein fahren dürfen. So können wir an einem Tag leicht den Besuch des Kraters bewältigen.

Nach unbequemer Fahrt auf holprigem Weg erreichen wir schließlich den Rand des Kraters, der mit ca. 20 Km Durchmesser und einer ca. 700 m tief liegenden Kratersohle der drittgrößte Krater der Welt ist. Wir verweilen ein wenig, um den spektakulären Blick zu genießen. Dann führt uns eine extrem steile Serpertinenstrecke hinunter zur Talsohle, einem Tierparadies, wo auf engstem Raum eine Vielfalt afrikanischer Wildtiere lebt. Wir durchstreifen die Savannenlandschaft der Kratersohle, in der es kleinere Seen und einige dichte Akazienwäldchen gibt, in denen sich tagsüber das Großwild gerne versteckt.
An einem der Seen im Krater legen wir, wie andere Besucher auch, eine Mittagsrast ein. Beim Essen muss man hier besonders vorsichtig sein, weil Raubvögel diese Stelle genau kennen und immer wieder versuchen, den Leuten beim Essen „die Wurst vom Brot“ zu nehmen. Hierbei kann es manchmal sogar zu Verletzungen kommen. Einige entscheiden sich deshalb für eine ruhige Mahlzeit im Auto.
Dies war wieder einer der vielen Höhepunkte der Reise und jetzt müssen wir die Rückreise nach Nairobi antreten. In Mto Wa Mbu verbringen wir auf der Twiga Campsite noch eine Nacht in Tansania, bevor es über Arusha nach Namanga geht, wo wir die Grenze nach Kenia überschreiten.Die letzten 170 Km bis Nairobi verlaufen zügig. Nach einem ausgiebigen Stadtbummel und einigen Einkäufen verbringen wir im Boulevard Hotel die letzte Nacht vor dem Rückflug nach Deutschland.


























































































